Freitag ist nicht genug! – #bloggerforfuture #fridayforfuture

Besser spät als nie! Ein Motto, dass sich durch mein Leben zieht und auch hier trifft es zu. Ich wollte mich schon längst einmal zu den Freitagsdemonstrationen äußern und doch hat es so lange gedauert bis ich endlich ein paar Zeilen dazu schreibe. Das liegt zum einen an der fehlenden Zeit im Familienalltag, aber vor allem daran, dass ich selbst kaum Worte finde, da wo eigentlich so viele sein sollten.

Klimawandel – mehr als nur ein aktueller Trend

Die Freitagsdemonstrationen sind sicher an keinem vorbei gegangen. Schülerinnen und Schüler haben etwas begonnen was schon lange überfällig war! Sie gehen für das Klima auf die Straße und mit ihnen ihre Familien, Geschwister und Freunde. Angestoßen hat diese Aktion ein einziger Mensch, ein Mädchen dem schon viel länger klar war das es so nicht weiter gehen kann.

Wenn Schule geschwänzt wird ist der Aufschrei groß. Natürlich geht es in der politischen Diskussion hauptsächlich darum und leider viel zu wenig um die Sache an sich. Das diese jungen Menschen ein wesentliches Ziel verfolgen und dabei auf etwas unglaublich wichtiges hinweisen, dass wird viel zu oft außer acht gelassen. Dabei ist #fridayforfuture so viel mehr als nur eine “Schülerdemonstration”! Diese Schüler zeigen uns das es schon lange nicht mehr 5vor12 ist. Den Klimawandel können wir nicht mehr leugnen, auch wenn es so viele immer noch gerne tun um die eigene Bequemlichkeit nicht zu gefährden.

Veränderungen können wir alle doch schon lange spüren. Es ist zunehmend trocken. Im verregneten Deutschland wird Regen zur Mangelware. Das merke ich selbst am Zustand meiner Pflanzen im Garten, an meiner leeren Regentonne und dem steigenden Wasserverbrauch, weil ich mehr bewässern muss. Ich merke es an der sauberen Frontscheibe meines Autos nach einem Tagesausflug. In meiner Kindheit musste mein Vater danach immer die Scheibe wegen den vielen Insekten reinigen. Ich merke es daran, dass wir Eis auf der Terrasse essen können ohne das wir auch nur eine einzige Wespe sehen und wir auch kein Fliegengitter vor der Tür brauchen, denn es verirrt sich kaum ein Insekt in die Wohnung.

Ich bin mir sicher jeder von uns hat solche Erinnerungen von seiner Kindheit. Von früher, als es noch etwas anders war, als die Veränderungen noch nicht so gravierend waren.

Klimawandel geht uns alle an!

Dabei kann keiner von uns es sich leisten seine Augen zu verschließen. Wir werden die Folgen des Klimawandels alle noch erleben und unsere Kinder werden darunter leiden müssen. Wenn wir von Erderwärmung reden, dann geht es nicht nur um etwas wärmere Sommer und etwas weniger lästige Insekten. Es geht um Dürreperioden, um Ernteausfälle, um Wasserknappheit. Es geht um Hunger, Durst und Hitze! Wir können uns in Sicherheit wiegen und uns vor machen, dass all diese Folgen uns eh nicht betreffen werden. Wir können so tun als könnten wir ja nichts dafür und sowieso, was sollen wir schon ändern? Doch so einfach werden wir nicht davon kommen. Unsere Umwelt wird sich davon nicht beeindrucken lassen. Denn was wir erst seit kurzem an Veränderungen wahrnehmen, ist in anderen Ländern schon längst an der Tagesordnung. Wasserknappheit ist dort kein Fremdwort mehr und es wird immer schlimmer werden. Dabei spreche ich nicht von Afrika oder Indien, ich spreche von Spanien, Portugal, Griechenland.

Schon vor einigen Jahren haben Umweltwissenschaftler von der Situation gewarnt auf die wir uns hinzubewegen. Zukünftig wird es nicht nur Flüchtlingsströme aufgrund von Krieg und wirtschaftlicher Not geben! Menschen werden kommen, weil sie kein Wasser mehr haben, weil ihnen die Lebensgrundlage geraubt wurde und sie kommen nicht wie gewohnt von einem anderen Kontinent.

Es sollte in unserer aller Interesse sein diesen Klimawandel abzuwenden, so gut es eben noch geht. Jeder kann etwas tun! Jeder muss etwas tun!

Was tun?

Aber was tun? Weniger Auto fahren? Ökostrom? Nicht fliegen? Keine Kreuzfahren? Keine Plastiktüten? Kein Fleisch?

Ja, ja und ja! Und noch viel mehr!

Wir sind aber alle nicht perfekt und mir ist schon klar, dass niemand sofort auf alles verzichtet, auch wenn wir das sicher müssten um das Klima zu retten. Es ist dennoch besser jeder Einzelne hinterfragt sein handeln und versucht in seinem Alltag etwas zu Gunsten der Umwelt zu ändern, als einige wenige die alles “richtig” machen.

Es findet ein Umdenken statt und die Menschen werden sich mehr und mehr darüber bewusst, dass wir die letzten Jahre im Schlaraffenland verbracht haben, aber uns nicht klar war auf welchem Rücken das geschehen ist.

Back to the Roots

Die Lösung ist meiner Meinung nach aber nicht, dass wir umweltschädliche Produkte durch vermeintlich umweltfreundliche ersetzen. Denn auch diese müssen produziert werden und verbrauchen Rohstoffe. Besser als ersetzen ist weglassen! Wir müssen wieder lernen weniger zu konsumieren, Dinge länger zu benutzen und Kaputtes wieder zu reparieren. So wie es unsere Großeltern schon gemacht haben. Wir müssen mehr Wertschätzung an den Tag legen um zu erkennen, dass nicht alles sofort im Müll landen muss. 

Brauchen wir wirklich 20 verschiedene Duschgels, Shampoos und Cremedöschen oder reicht nicht einfach eine gute Seife und eine Hautpflege? Müssen es Reiniger mit scharfen Chemikalien sein oder können wir unser Bad nicht auch mit einfachen Hausmittel putzen? Muss alles immer neu sein oder ist Second Hand nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch für unseren Geldbeutel. Müssen wir immer den großen Marken hinterherrennen oder erkennen wir das dahinter Großkonzerne ohne Gewissen stecken? 

Ich bin mir sicher das jede/r Einzelne von uns etwas dazu beitragen kann, dass Fridayforfuture nicht nur ein Trend ist, sondern ein generationenübergreifendes Umdenken!

Es gibt schon so viele tolle Ideen bewusster und nachhaltiger zu leben ohne dabei mehr zu konsumieren! Ich möchte diese Ideen gerne sammeln! Wenn ihr also bereits etwas dazu geschrieben habt, dann schickt mir doch den Link und ich packe alles unter diesen Text!

Schaut auch gerne mal auf meinem Pinterestboard “Nachhaltigkeit/Ideen/DIY” vorbei! 

Was ist dein Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft? Machst du mit?

 

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