Schulalltag stressfrei gestalten – Meine Tipps

Mein Großer jetzt ein Schulkind! Das bedeutet neben vielen spannenden und neuen Erlebnissen auch viel sitzen, konzentrieren und Aufgaben erledigen. Alles Dinge mit denen er bisher nicht in diesem Umfang konfrontiert war. Denn vor einem Monat bestand sein Leben hauptsächlich aus viel freier Zeit!

Alles wird zu viel

Bereits in der ersten Woche gab es bei uns Tränen. Nicht weil es ihm unmöglich ist die gestellten Aufgaben zu erledigen, sondern weil es einfach zu viel ist. Alles ist zu viel! Der neue Alltag verursacht schon nach kurzer Zeit Stress! Ihm fehlt die Zeit zum Spielen und er merkt gerade, dass er auch dann seine Hausaufgaben machen muss, wenn er eigentlich keine Lust dazu hat. Auch ich merke, dass wir etwas an unserer Freizeitgestaltung ändern müssen. Ich bin gerne viel unterwegs und mag volle Terminkalender. Meine Kinder sehen das oft anders.

Schulalltag stressfrei gestalten

Wir müssen unseren Alltag nun so gestalten, dass nicht unnötig Stress aufkommt. Es muss genug freie Zeit bleiben die mein Sohn für sich verplanen kann. Das ist auch ein Grund, warum ich mich beispielsweise gegen eine Mittagsbetreuung entschieden habe. Geht aber natürlich auch nur, weil ich mit dem Baby noch in Elternzeit bin.

Morgenroutine

Damit wir morgens genug Zeit zum wach werden haben läuft bei uns alles sehr routiniert ab. Das wichtigste ist früh genug aufzustehen. Für uns heißt dass das der Wecker 1,5h vor aufbrechen klingelt. So haben wir genug Zeit uns fertig zu machen und vor allem zu frühstücken. Letzteres ist für meine Schulkind besonders wichtig! Er isst in der Schule kaum etwas, weil er in der Pause lieber spielt, also muss das Frühstück den ganzen Vormittag her halten. Zum Glück ist er vor allem morgens ein guter Esser.

Was für mich zusätzlich wichtig ist und für uns auch machbar: Zu Fuss in die Schule! Wir haben jedoch keinen besonders langen Schulweg und daher ist es kein Problem. Mir ist natürlich klar, dass das nicht bei jeder Familie funktioniert. Der Weg in die Schule ist schon die erste Bewegung am Tag und macht richtig wach.

Nach der Schule – Ankommen

Wenn mein Großer heimkommt, soll er erst einmal etwas Ruhe haben um sich vom Schultag zu erholen. Er geht meist in sein Zimmer hört ein Hörbuch oder spielt in Ruhe. Ob er vor oder nach dem Mittagessen Hausaufgaben machen möchte kann er selbst entscheiden. Die ersten Tage habe ich ihn noch mit Fragen gelöchert, aber das versuche ich mir jetzt auch abzugewöhnen. Er hat einfach keine Lust mir alles bis ins kleinste Detail zu erzählen und das ist völlig in Ordnung.

Hausaufgaben – Der richtige Platz

Ich habe geglaubt, dass er sicher seine Hausaufgaben am liebsten bei uns unten im Esszimmer machen möchte. Doch da ist es ihm viel zu unruhig und jetzt zieht er sich in sein Zimmer zurück. Da hat er seinen Schreibtisch und kann die Tür schließen. Er braucht also viel Ruhe und möchte nicht gestört werden.

Aber auch der Platz muss so gestaltet sein, dass es nicht zu viel Ablenkung gibt. In einem Kinderzimmer voller Spielzeug eine wirkliche Herausforderung. Wir haben es jetzt so gemacht, dass auf dem Schreibtisch selbst nichts zum spielen liegen darf. Bis jetzt klappt es ganz gut und er bleibt konzentriert an seinen Hausaufgaben.

Der Schreibtisch selbst ist höhenverstellbar und auch der Neigungswinkel kann angepasst werden. So kann ich ihn perfekt auf seine Größe einstellen. Rechts und Links gibt es genug Ablagen für Stifte und auch eine Aussparung für die Trinkflasche ist vorhanden.

80 ist das neue 100

Es muss nicht immer alles 100 % sein! Das sollte grundsätzlich meine neues Lebensmotto werden, denn es fällt mir schwer, wenn nicht alles perfekt ist. Ich möchte aber keine Streitereien wegen zu schlampig gemachter oder vergessener Hausaufgaben. Da muss ich mich ganz schön zurück nehmen und aufhören meinen Perfektionismus auf andere zu übertragen. Wir sehen uns also die Hausaufgaben zwar an, geben Hilfestellung da wo sie gewünscht ist, ansonsten überlasse ich die Korrektur aber der Lehrerin.

Kein Leistungsdruck

Druck erzeugt immer Gegendruck und führt somit nicht zu dem was wir eigentlich möchten. Kinder sind schon ohne unserem zutun früh genug gesellschaftlichem Druck ausgesetzt. #80istdasneue100

Es gibt immer einen der mehr Stempel hat oder besser ausmalen kann. Das darf aber kein Maßstab sein. Jedes Kind ist anders und jedes hat sein eigenes Tempo und seine eigenen Stärken!

Ich denke wir sollten öfter versuchen uns an unsere eigene Schulzeit zu erinnern und mehr Verständnis für unsere Kinder aufbringen.

Was sind eure Tipps für eine entspannte Schulzeit?

Mehr zum Thema “Schulkind” findet ihr auf meinem Pinterestboard. 

Eure

Lila♥

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