Übernachten im Fass

Manchmal da braucht man eine kleine Herausforderung. Mal etwas Neues! Die eingefleischten Camper unter euch lachen sich womöglich kaputt, aber für uns war es das erste mal Kindern auf dem Campingplatz.

Wir haben in einem Fass übernachtet. Zu fünft – drei Nächte!

Camping mit Kindern

Als Kind habe ich viele Jahre mit meinen Eltern auf dem Campingplatz Urlaub gemacht. Wir haben in einem gemieteten Wohnwagen übernachtet. Viel Platz war da nicht, dass brauchte man aber auch nicht. Wir waren den ganzen Tag draussen und viel mit anderen Kindern unterwegs. Zeit spielte keine Rolle. Der ganze Urlaub war sowohl für uns Kinder als auch für meine Eltern perfekt. Diese Freiheit vermisse ich sowohl beim Hotelurlaub als auch in den Ferienwohnungen.

Das Übernachten auf einem Campingplatz hat jedoch nicht nur Vorteile. Man weiß nie so genau wer die Nachbarn sind und im Wohnwagen oder Zelt ist Lautstärke doch etwas besser zu hören als in einem Haus. Auch das Gemeinschaftswaschhaus ist so eine Sache. Nach dem die Reinigungskraft da war ist das alles noch in Ordnung. Abends, wenn alle sich nach einem heißen Tag in der Sonne eine Dusche gönnen, dann vielleicht nicht mehr ganz so. Als Kind hat mich das alles nie gestört, aber als Erwachsene sind mir öffentliche Toiletten schon ein richtiger Graus. Erst recht mit kleinen Kindern die wirklich alles anfassen müssen!

Camping im Fass

Bevor wir uns ein Zelt oder gar einen Wohnwagen kaufen machen wir einen Testlauf und übernachten in einem Fass.

Diese Campingfässer stehen mittlerweile auf vielen Plätzen. Wir haben uns für eines im Altmühltal entschieden. Von der Ausstattung her sind sie aber alle gleich.

 

Das Fass hat ein Bett, bestehend aus zwei Matratzen in der Maße 2,10x2m und im vorderen Bereich zwei Sitzbänke die noch zusätzlich zum Schlafplatz umfunktioniert werden können. Auch ein ausziehbarer Tisch ist vorhanden. Drei kleine Fenster ermöglichen es auch mal durchzulüften. Abdunkeln kann man mit Vorhängen, wirklich dunkel wird es aber dadurch nicht. Es gibt Licht, Strom und eine Heizung.

Nicht vorhanden sind Decken oder Kissen. Es werden also Schlafsäcke benötigt. Dieses Fass bietet also durchaus mehr Luxus als ein Zelt, aber ich kann den Aufenthalt nicht durch und durch positiv bewerten.

Erster Eindruck

Der erste Eindruck war eigentlich gut. Die Kinder waren sofort begeistert. Das Fass riecht sehr nach Holz, was ich persönlich mag. Einzig die Sauberkeit lässt zu wünschen übrig. Es ist ganz schön staubig, aber zu sehr mag ich nicht meckern, denn immerhin sind wir ja auf einem Campingplatz. Neben dem Fass stand noch eine Biergarnitur, eine Bank und eine Feuerschale. In den Bäumen hingen Lichterketten. Das ist natürlich von Platz zu Platz unterschiedlich.

Stauraum und Platz

Es ist eng!!! Wirklich verdammt eng. Es gibt zwar Stauraum unter dem Bett, aber da muss man sich ganz schön buckeln, so dass wir die Tasche mit der Kleidung, Getränke, Essen etc. auf den Innenbänken stehen hatten. An Ordnung war also nicht zu denken und ständig waren wir auf der Suche nach Dingen. Mich als Ordnungsfanatiker hat das wirklich gestört. Vor allem das ständige wühlen in der Wäsche macht mich wahnsinnig. Das Fass ist ausgelegt für maximal 4 Erwachsene, was ich schon sehr beengt finde.

Schlafen

Dass war das größte Problem. Die Nächte waren furchtbar! Zum einen lag dass an der Tochter, die einen schlimmen Husten hatte, aber auch daran, dass wir in dem Bett keinen Platz hatten und die Luft so stickig war. Haben wir das Fenster aufgemacht war es anfangs zwar angenehm, aber dann richtig kalt. Es war unbequem und die harten Matratzen waren so gar nichts für meinen geschundenen Mamarücken. Ich war so froh als ich die letzte Nacht hinter mir hatte.

Preis-Leistung

Das Fass kostet 49 €/Nacht für zwei Personen. Jedes weitere Kind zahlt 6 €. Auch der Babysohn wurde hier nicht ausgenommen. Das fand ich irgendwie unverschämt. Es ist jetzt nicht teuer, aber Wasser war bspw. im Preis nicht enthalten. Wer also Frischwasser braucht oder Duschen möchte zahlt nochmal extra drauf.

Mein Fazit

Übernachten im Fass ist sicher eine schöne Idee und die Kinder fanden das super. Wir waren den ganzen Tag draussen, haben gegrillt und saßen abends am Lagerfeuer. Das war wirklich toll und hat viel Spaß gemacht. Nochmal würde ich das aber nicht machen. Mein Knackpunkt waren die Nächte. Als Stillmama schläft man ja eh schon nicht besonders viel, da soll das bisschen Schlaf schon erholsam sein. Zu zweit könnte ich mir das schon viel eher vorstellen.

Nach den drei Nächten ging es in ein Mobilheim und das war dann schon eher nach meinem Geschmack!

Eure,

Lila♥

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.