Ich werde 30! Warum ich trotzdem ganz entspannt bin. (Gastbeitrag)

Gastautorin Diana wird – so wie ich – in diesem Jahr 30 Jahre alt. Davon, was diese “magische” Zahl für sie bedeutet und warum sie sich regelrecht freut, endlich 30 zu werden, berichtet sie in diesem Artikel.

30, eine magische Zahl

Ich werde bald 30. Für manche eine magische Zahl. Kurz vor ihrem 30. Geburtstag beobachte ich bei vielen Menschen in meinem Umfeld eine Art Torschlusspanik. Plötzlich machen sie sich Gedanken darüber, was sie bisher erreicht haben, ob es nun Zeit für Kinder wird. Sie haben regelrecht Angst vor dieser Zahl. Diesen Geburtstag feiern wohl die wenigsten besonders groß, jedenfalls werde ich zu wenigen eingeladen.

Wenn ich panisch auf mein Alter blicken würde, würde ich mir wohl eher Gedanken machen, ob das nicht durch eine gewisse Unzufriedenheit über das Erreichte kommt.

Ich werde bald 30 und mache mir eigentlich keinen Kopf, was ich bisher erreicht habe. Im Gegenteil ich mache Pläne, was ich in den nächsten 5 Jahren schaffen will. Zurückblicken ist nicht mein Ding und trotzdem mache ich es für diesen Text.

Ich wusste immer, meine Kinder will ich vor 30. Warum? Weil auch ich von einer frühen Mutterschaft meiner eigenen Mama profitiert habe und weiterhin profitiere. Sie war damals 23.

30 und die Familienplanung

Und so höre ich vor meinem runden Geburtstag des Öfteren: “Und kommt da bald noch eins? oder Jetzt ist aber die Familienplanung abgeschlossen oder?” Ganz ehrlich solche sehr persönlichen, aber so beiläufig formulierten Fragen sind mir suspekt.

Mit bald 30 ist die Familienplanung weder abgeschlossen noch planen wir weitere Kinder. In einer Zeit, in der die meisten ANFANGEN über Kinder nachzudenken, muss ich mir dazu keine Gedanken machen. Die Durchschnittsdeutsche bekommt mit 29,6 Jahren ihr erstes Kind.

Es ist ok, wie es ist. Mit bald 30 und zwei Kindern unter 4 Jahren muss ich niemandem Rechenschaft ablegen, ob und wann ich weitere Kinder möchte. Das wichtigste ist unsere Gesundheit, so dass wir auch etwas voneinander haben. Das vergessen wohl viele bei der Frage nach der ANZAHL der Kinder. Es heißt doch sonst auch immer Qualität vor Quantität, oder nicht?

30 und so viele Pläne

Mit bald 30 habe ich nämlich noch ganz andere Themen auf dem Tisch: Mein Masterstudium beenden, meine Selbstständigkeit weiterverfolgen und die Basis für weitere tolle Jahre mit meiner Familie schaffen.

An alle, die in diesem Jahr einen runden Geburtstag haben und mit sich hadern, habe ich eine Aufmunterung:

Geburtstage sind gesund. Je mehr man davon hat, desto länger lebt man.

Um ehrlich zu sein, ich freue mich auf die 3 vorne! Und zwar richtig!

Als ich vor 7 Jahren anfing zu arbeiten, habe ich mich nicht so richtig ernst genommen gefühlt: mit 22 den ersten Vollzeit-Job nach dem Studium und die Kollegen sind alle gut 10 Jahre älter. Noch heute fühle ich mich wie das Küken, dabei habe ich so viel gelernt, mich so stark weiterentwickelt, die Welt bereist, Abenteuer erlebt, geheiratet, Kinder bekommen.

Die 30 wird mir noch mehr Selbstvertrauen geben und mich stärken.

Der Altersunterschied zu Kollegen oder (potenziellen) Konkurrenten oder auch Kunden ist manchmal ein Problem und wenn ich dann erzähle, was ich alles schon gemacht und erreicht habe, dann kommen auch mal Neid oder Missgunst ins Spiel. Ich habe gelernt, damit umzugehen. Leben und leben lassen, ist mein Motto.

30 zu sein ist nicht schwer, 30 zu werden für manche hingegen sehr.

Über Diana:

Diana gibt als “gerade noch” 29-Jährige 2-fach-Mama auf ihrem Blog zweitoechter.de praktische Tipps rund um das Leben mit Baby und Kleinkind. Dabei ist sie als kreative Querdenkerin auch mal unbequem. Außerdem träumt sie von einem ortsunabhängigen Leben mit ihrer Familie.

30 Jahre alt

 

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