Unverpackt einkaufen #gutesaufdenTeller

Die Bloggeraktion #gutesaufdenteller geht in die nächste Runde. Letzte Woche habe ich euch über meinen Einkauf im Supermarkt berichtet. Diese Woche stand ganz im Thema “unverpackter Einkauf”. Parallel zu unserem Selbstversuch startete die Instagramchallenge jeden Tag zu einem anderen Punkt.

Unverpackt einkaufen ohne Unverpacktladen

Unverpackt einkaufen

Der Versuch verpackungsfrei im Supermarkt einzukaufen ist ja leider gescheitert, aber auch darüber hinaus ist es in meiner Gegend nicht ganz so einfach. Einen Unverpacktladen gibt es erst wieder in 70 km Entfernung und das ist für mich definitiv zu weit. Also muss ich auf Bioladen, Markt und Demeter-Hofladen zurückgreifen. Eine Biokiste wird in unserem Landkreis auch angeboten, jedoch war schon einige Male die Qualität nicht so wie gewünscht. Das sollte sie bei den Preisen aber auf alle Fälle. Bevor ich ein Resümee wage möchte ich euch gerne Vor- und Nachteile der jeweiligen Einkaufsmöglichkeit aufzeigen.

Bioladen

Der nächste Bioladen befindet sich in 10 km Entfernung und ist somit gut zu erreichen. Ich kaufe dort immer sehr gerne ein, weil ich alles was ich brauche bekomme und das auch noch in guter Qualität, fair und Bio. Obst und Gemüse lege ich einfach so in meinen Korb. Auch Brot kann ich verpackungsfrei kaufen. Käse bekomme ich an der Käsetheke in Papier eingeschlagen. Nudeln, Reis, Pflanzenmilch und Kaffee sind wiederum nur in Plastik oder Tetrapack zu haben. Auch Trockenobst und Nüsse gibt es nur in Plastik. Auch, wenn ich mehr Unverpacktes als im Supermarkt bekomme, gänzlich plastikfrei geht es auch hier nicht. Dazu kommt der höhere Preis für die Lebensmittel. Manches kostet mehr als doppelt so viel. Grundsätzlich ist das für mich in Ordnung mehr für gute Nahrungsmittel zu bezahlen, bei fünf Personen kommt da aber schon einiges zusammen. Nur Bioladen geht für uns also rein finanziell schon nicht.

Wochenmarkt

Auf dem Wochenmarkt kann ich Obst, Gemüse, Käse und Brot kaufen. Alles unverpackt und frisch. Jedoch findet er nur einmal die Woche statt und ist mitten in der Stadt. Ich muss also außerhalb parken und hineingehen. Wenn ich viel Zeit habe ist das kein Problem, aber meist fehlt es genau daran. Da ich auch nicht den gesamten Wocheneinkauf auf dem Markt bekomme, muss ich danach doch wieder in den Supermarkt und verursache Verpackungsmüll. Somit gehört der Markteinkauf eher nicht zu meinen Favoriten.

Demeter Hofladen

Das ist ein Ladenkonzept welches ich sehr schätze. Der Hofladen befindet sich in etwa in 5km in einem kleinen Dorf. Die Lebensmittel die verkauft werden stammen entweder aus eigener Herstellung oder sind Bio. Dort bekomme ich Eier von Demeterhühner, Fleisch von den eigenen Rindern, Kartoffeln oder Brot aus dem eigenen Korn. Ich kann auch Mehl direkt schroten lassen. Der einzige Nachteil ist, dass es eben nicht alles gibt, sondern nur das was zur jeweiligen Jahreszeit verfügbar ist. Dennoch kaufe ich dort gerne ein. Gerade solche Läden müssen mehr Unterstützung erfahren, weil sie ökologisch betrachtet die beste Wahl sind.

Unverpackt einkaufen

Für den unverpackten Einkauf nehme ich immer genug Stofftaschen, Beutel und meinen Einkaufskorb mit. Somit komme ich gar nicht erst in die Situation, dass ich eine Tüte im Laden mitnehmen muss. Damit habe ich auch bisher gute Erfahrungen gemacht. Meistens wird das sehr gerne angenommen und zumindest die Obst- und Gemüseläden versuchen schon länger ihre Kunden in diese Richtung zu erziehen!

Unverpackt einkaufen – Gescheitert?

Jein! Viele Dinge bekomme ich unverpackt, aber eben leider nicht alle. Auf manches kann man sicher verzichten. Ich muss nicht unbedingt Süßigkeiten oder Veggi Wurstaufschnitt kaufen, aber auf Reis und Nudeln will ich nicht verzichten. Dafür habe ich noch keine Lösung. Nudeln habe ich mal aus der Toskana zuschicken lassen. Nur in recyceltem Papier verpackt und aus eigener Herstellung schien mir das eine gute Idee. Ob es das tatsächlich ist kann ich nur schwer beurteilen, weil alles zu verschicken auch nicht so toll für die Ökobilanz ist. Ich weiß, dass es auch Nudeln im Karton im Supermarkt zu kaufen gibt, da stell ich mir jedoch wieder die Frage ob ich diesen Hersteller wirklich unterstützen möchte. Oder wie handhabe ich es mit Nüssen und Trockenfrüchten? Online bestellen oder einfach in Plastik kaufen?

Wie macht ihr das? Achtet ihr auf weniger Verpackung beim Einkauf?

Schaut auch bei MamaDenkt, Schokolica, mysustainableme und heuteistmusik vorbei und findet heraus wie es ihnen bei ihrem unverpackten Einkauf erging!

Eure,

Lila♥

Einkaufen plastikfrei

6 Kommentare

  1. Erst einmal ein riesen Lob an deinen Blog !
    Auch wir haben drei Kinder und kommen immer merh weg vom Fleish. Was Du hier schreibst ist ein Thema, was leider die breite Masse nicht tangiert! Wir versuchen schon allein aus Umweltgründen auf Plastik zu verzichten. Ich glaube die letzte Einkaufstüte aus Plastik haben wir vor 10 JAhren gekauft, das braucht also kein Mensch! Auch ist es wichtig zu Wissen, das wir immer einen kleinen Teil Mikroplastik mit verspeisen, wenn wir unsere Lebensmittel eingeschweißt kaufen. Also LEute, mehr auf die Wochenmärkte und frisch kaufen !!!

    • Schön, dass du hier her gefunden hast!
      Das Thema Mikorplastik ist wirklich auch nochmal ein ganz wichtiger Aspekt, der viel zu wenig bedacht wird! Ein Thema das ich vielleicht nochmal aufgreifen sollte! Danke für den Gedankenanstoß!

  2. NovemberRein

    In Holland gibt es schon ganze Supermärkte Leute, die plastikfrei sind. In Deutschland ist man einfach immer hinten dran.

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