Unverpackt einkaufen im Supermarkt – Geht das?

Heute nehme ich euch mit zum ersten Einkauf für die Bloggeraktion #gutesaufdenteller. Über die Aktion, den Ablauf und wer alles dabei ist, habe ich hier bereits geschrieben.

Unser Kaufverhalten

Ich achte sehr darauf hauptsächlich Biolebensmittel einzukaufen. Am liebsten tue ich das im Obst- und Gemüseladen und im Bioladen in der Stadt. Wie dieser Einkauf aussieht zeige ich euch nächste Woche. Ich versuche so wenig Verpackungsmüll wie möglich zu verursachen, was mir leider nicht immer gelingt. Ich kaufe hauptsächlich Grundnahrungsmittel, seltenst Süßigkeiten und auf keinen Fall Fertigessen a la Knorr. Bei uns wird also immer frisch gekocht. Für unseren Wocheneinkauf geben wir immer um die 100 € aus. Manchmal mehr, manchmal weniger. Im Moment sind es jedoch nie mehr als 500 €, Haushaltsausgaben wie Waschmittel etc. mit eingeschlossen.

Plastikfrei im Supermarkt

Wenn wir in einem Supermarkt einkaufen kommen für uns nur wenige in Frage. In Billigdiscounter kaufe ich nicht ein. Das Obst und Gemüse ist häufig von schlechter Qualität und ich bekomme nie alles was ich brauche. Ich gehe jede Woche 2x einkaufen. Der heutige Einkauf reicht also in etwa bis zum Wochenende. Auf meinem Einkaufszettel standen Obst, Gemüse, Käse, Vegetarische Wurst und Brot.

Im Supermarkt angekommen zeigt sich sofort wie krass alles eigentlich verpackt ist. Bei Biolebensmittel wird ja meist damit argumentiert, dass man die Lebensmittel nicht vertauscht.

Aber warum sind die konventionell angebauten Obst-, und Gemüsesorten auch in Plastik verpackt? Ich kann das in keinster Weise nachvollziehen.

Am Ende sah mein Einkaufswagen so aus. Diese Fruchtquetschies liegen normalerweise nicht drin, aber ich hatte die Kinder dabei und sie durften sich etwas aussuchen. Das Obst und Gemüse hätte ich im Bioladen auch unverpackt bekommen. Die vegetarische Wurst aber nicht. Auch den Tofu gab es nur verpackt und nicht im Glas. Das selbe Problem haben wir mir Pflanzenmilch. Die habe ich bisher noch nie in Flaschen gesehen. Natürlich kann man sie aber auch selber machen! Mein Einkauf ist somit ein Verpackungsdisaster und das obwohl ich keine extra Plastiktüten verwendet habe.

Auf die Veggie Wurst kann man sicher verzichten, aber die Kinder essen sie sehr gerne.

Bio, plastikfrei, regional?

Das ist eine dieser Fragen die mich schon sehr beschäftigt. In diesem Supermarkt war jetzt eh alles verpackt, also viel die Entscheidung nicht besonders schwer. Aber wie entscheide ich mich, wenn ich die Wahl habe? Nehme ich die Biogurke in Plastik oder eine konventionelle ohne? Bio Kartoffeln aus dem Ausland oder konventionelle vom Bauern nebenan?

Für mich ist das ein sehr schwieriges Thema. Was ist besser für die Umwelt? Plastikfrei und konventionelle Landwirtschaft? Oder unverpackt dafür aus Übersee? So vieles muss man hier beachten. Aktuell entscheide ich mich meist für Bio, allein schon wegen dem Einsatz von Glyphosat in der konventionellen Landwirtschaft. Glücklich bin ich mit dieser Entscheidung aber nicht.

Fazit

Was lässt sich noch über meinen Einkauf sagen? Ich habe um die 50 € ausgegeben und liege damit absolut im Budget. Um zum Supermarkt zu kommen musste ich 5 km in den nächsten Ort fahren. Im Geschäft habe ich aber alles auf meiner Liste bekommen und war nach 30 Minuten fertig. Der Aufwand war also relativ gering. Aber ich verursache mit diesem Einkauf sehr viel Müll, der absolut nicht notwendig ist. Ich frage mich, warum Supermärkte kein größeres Interesse daran haben weniger Verpackungsmüll anzubieten. Alles in allem sehr unbefriedigend!

Wie ist es euch ergangen Mamadenkt, schokolica, heuteistmusik und mysustainableme?

Wo kauft ihr für eure Familie ein? Was ist euch wichtig? Achtet ihr darauf unverpackt einzukaufen?

Eure,

Lila♥

Unverpackt einkaufen im Supermarkt

4 Kommentare

  1. Ich finde es auch sehr schwierig…. gerade beim Gemüse: in unserem Supermarkt ist das unverpackte Gemüse sehr viel teurer als das verpackte. Wenn ich also weniger Müll produzieren will, muss ich draufzahlen. Milchprodukte kaufe ich nur in Gläsern, und zahle entsprechend die Differenz. Bei AUfschnitt habe ich das gleiche Problem wie Du… Da ich in einer Kleinstadt wohne, sind meine Einkaufsmöglichkeiten leider auch sehr begrenzt. Ih versuche, möglichst oft auf dem Wochenmarkt einzukaufen und so etwas Verpackungsmüll und Transportwege zu sparen.

  2. Pingback: Meine unverpackt Woche. Gutes auf den Teller | MamaDenkt.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.